Es handelt sich um eine psychische Erkrankung, die durch übermäßige und anhaltende Sorgen über verschiedene Lebensbereiche wie Arbeit, Gesundheit, Beziehungen und tägliche Aktivitäten gekennzeichnet ist.
Im Gegensatz zur normalen Angst, die als Reaktion auf bestimmte Situationen auftritt, ist die Angst bei der GAS häufig chronisch, übersteigert und sehr präsent, sodass sie nur schwer zu kontrollieren ist.
• Übermäßige Sorgen: anhaltendes Gefühl allgemeiner Angst an den meisten Tagen, oft ohne klaren Auslöser
• Innere Unruhe: ständiges Nervositätsgefühl oder Unfähigkeit, sich zu entspannen
• Müdigkeit: schnelle Erschöpfung, häufig infolge der anhaltenden Anspannung durch chronische Angst
• Konzentrationsschwierigkeiten: Probleme, sich zu fokussieren, manchmal beschrieben als „leerer Kopf“
• Reizbarkeit: leichte Gereiztheit oder innere Anspannung
• Muskelverspannungen: häufige Muskelanspannung, die zu Schmerzen führen kann
• Schlafprobleme: Schwierigkeiten beim Einschlafen, Durchschlafen oder ein unruhiger, nicht erholsamer Schlaf
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Die genaue Ursache der GAS ist nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
Genetik: Eine familiäre Vorgeschichte von Angststörungen oder anderen psychischen Erkrankungen kann das Risiko erhöhen.
Gehirnchemie: Ungleichgewichte von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin.
Persönlichkeit und Stress: Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen wie Perfektionismus oder einer ausgeprägten Risikoaversion sind anfälliger. Chronischer Stress und traumatische Erfahrungen können ebenfalls beitragen.
Die GAS ist gut behandelbar, und mehrere Ansätze – häufig in Kombination – haben sich als wirksam erwiesen:
Therapie: Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) gilt als die wirksamste Behandlung der GAS. Sie konzentriert sich auf das Erkennen und Hinterfragen negativer Denk- und Verhaltensmuster, die die Angst aufrechterhalten.
Achtsamkeit: Hilft dabei, im gegenwärtigen Moment zu bleiben und die Tendenz zu Zukunftssorgen zu reduzieren.
Medikamente:
Antidepressiva – SSRI (z. B. Sertralin) und SNRI (z. B. Venlafaxin) werden häufig für die Langzeitbehandlung eingesetzt.
Benzodiazepine – können zur kurzfristigen Linderung verwendet werden, bergen jedoch ein Abhängigkeitsrisiko.
Buspiron – ein Nicht-Benzodiazepin-Medikament, das speziell zur Behandlung der GAS eingesetzt wird.
Lebensstiländerungen:
Regelmäßige körperliche Aktivität – Bewegung reduziert Angst durch die Freisetzung von Endorphinen und fördert Entspannung.
Gesunde Ernährung – eine ausgewogene Ernährung kann das allgemeine Wohlbefinden verbessern und Angstsymptome lindern.
Ausreichender Schlaf – Priorisierung von Schlaf und Etablierung einer guten Schlafhygiene.
Stressbewältigungstechniken – Entspannungsübungen, Atemtechniken und Tagebuchschreiben können beim Umgang mit Stress helfen.
Soziale Unterstützung: Selbsthilfe- und Unterstützungsgruppen – der Austausch mit anderen kann Trost und neue Perspektiven bieten.
Aufklärung und Bewusstseinsbildung: Ein besseres Verständnis der GAS kann Stigmatisierung reduzieren und helfen, individuelle Auslöser zu erkennen.