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Genito-pelvine Schmerz- / Penetrationsstörung

Die Penetrationsstörung ist eine Erkrankung, die eine Reihe von Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der vaginalen Penetration umfasst, einschließlich Schmerzen und unwillkürlicher Muskelanspannung.

Diese Erkrankung vereint Aspekte zweier zuvor getrennter Diagnosen: Vaginismus und Dyspareunie.

Symptome

Schwierigkeiten bei der vaginalen Penetration: Anhaltende oder wiederkehrende Probleme bei der vaginalen Penetration während des Geschlechtsverkehrs, gynäkologischer Untersuchungen oder sogar bei der Verwendung von Tampons.

Schmerzen während der Penetration (Dyspareunie): Schmerzen oder Unbehagen im Genitalbereich während der vaginalen Penetration, die oberflächlich (am Scheideneingang) oder tief (im Beckeninneren) auftreten können.

Angst oder Furcht vor Schmerzen: Angst oder Anspannung im Zusammenhang mit vaginaler Penetration, die häufig zur Vermeidung sexueller Aktivitäten führt.

Unwillkürliche Anspannung der Beckenbodenmuskulatur (Vaginismus): Die Muskeln rund um den Scheideneingang können sich unwillkürlich zusammenziehen oder verkrampfen, wodurch das Eindringen erschwert oder unmöglich wird.

Genito-pelvine Schmerz- / Penetrationsstörung Suki Lee / Pexels

Ursachen

Körperliche Ursachen

Infektionen: Vaginale oder Harnwegsinfektionen können Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs verursachen.

Hormonelle Veränderungen: Veränderungen nach der Menopause, nach der Geburt oder durch hormonelle Verhütungsmittel können zu vaginaler Trockenheit und Schmerzen führen.

Beckenbodendysfunktion: Störungen der Muskeln, die die Beckenorgane stützen.

Medizinische Erkrankungen: Endometriose, Myome oder andere gynäkologische Erkrankungen.

Psychologische Ursachen

Angst oder Depression: Psychische Belastungen können zu sexuellen Funktionsstörungen beitragen.

Sexuelles Trauma: Frühere Erfahrungen von Missbrauch oder sexueller Gewalt.

Angst vor Schmerzen: Die Erwartung von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kann zu Angst und muskulärer Anspannung führen.

Beziehungsfaktoren: Beziehungsprobleme wie mangelnde Kommunikation oder Vertrauen zwischen Partnern können die Erkrankung verstärken.

Behandlungsmöglichkeiten

Physiotherapie: Beckenbodenphysiotherapie kann Frauen dabei helfen, die Beckenbodenmuskulatur zu entspannen und zu kontrollieren, wodurch Schmerzen reduziert und die Penetration erleichtert wird.

Medizinische Behandlung: Topische oder orale Medikamente wie Hormontherapien, Schmerzmittel oder Muskelrelaxanzien.

Gleitmittel und feuchtigkeitsspendende Cremes: Zur Linderung vaginaler Trockenheit und zur Reduzierung der Reibung während des Geschlechtsverkehrs.

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Unterstützt die Bearbeitung negativer Denkmuster und der mit sexueller Aktivität verbundenen Angst.

Sexualtherapie: Vermittelt Strategien zur Angstbewältigung, zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Partnern und zur schrittweisen Steigerung des Komforts bei der Penetration.

Traumafokussierte Therapie: Für Personen mit einer Vorgeschichte sexueller Traumata.

Aufklärung und Beratung: Vermittlung von Wissen über sexuelle Gesundheit und das Erlernen von Entspannungstechniken.

Graduelle Desensibilisierung: Einsatz vaginaler Dilatatoren zur schrittweisen Gewöhnung der Vaginalmuskulatur an Penetration, beginnend mit kleinen Größen und allmählicher Steigerung.

Autor: Ema D.
Aktualisiert: 04/09/2024

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