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Trichotillomanie. Was ist das, Symptome

Trichotillomanie, auch bekannt als Haarreißstörung, ist eine psychische Erkrankung, die durch den unwiderstehlichen Drang gekennzeichnet ist, sich die Haare auszureißen, was zu Haarausfall führt.

Dieses Verhalten kann Haare der Kopfhaut, Augenbrauen, Wimpern oder andere Körperbereiche betreffen.

Trichotillomanie. Was ist das, Symptome Freepik

Merkmale der Trichotillomanie

Wiederholtes Haareziehen: Menschen mit Trichotillomanie reißen sich häufig die Haare aus, was oft zu sichtbarer Ausdünnung oder kahlen Stellen führt.

Erleichterung oder Befriedigung: Dem Haareziehen geht häufig Spannung oder Angst voraus, und das Ausreißen der Haare kann ein Gefühl von Erleichterung oder Befriedigung vermitteln.

Leidensdruck und Beeinträchtigung: Die Störung verursacht erheblichen Leidensdruck und kann die tägliche Funktionsfähigkeit beeinträchtigen, einschließlich sozialer, schulischer oder beruflicher Aktivitäten.

Ursachen

Die genaue Ursache der Trichotillomanie ist nicht vollständig geklärt, man geht jedoch davon aus, dass sie durch eine Kombination genetischer, neurobiologischer und umweltbedingter Faktoren beeinflusst wird. Zu den möglichen beitragenden Faktoren gehören:

Genetik: Eine familiäre Vorbelastung mit Trichotillomanie oder anderen psychischen Erkrankungen kann das Risiko erhöhen.

Stress oder Trauma: Belastende Lebensereignisse oder Traumata können das Verhalten auslösen oder verschlimmern.

Gehirnchemie: Ungleichgewichte von Neurotransmittern, wie Serotonin, könnten eine Rolle spielen.

Behandlungsoptionen

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Insbesondere eine spezielle Form der KVT, das sogenannte Habit Reversal Training (HRT), wird häufig eingesetzt, um Betroffenen zu helfen, Auslöser zu erkennen und das Haareziehen durch gesündere Verhaltensweisen zu ersetzen.

Medikation: In einigen Fällen können Medikamente wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) oder andere Antidepressiva verschrieben werden.

Selbsthilfegruppen: Der Beitritt zu Selbsthilfegruppen oder die Teilnahme an Therapie kann emotionale Unterstützung und Bewältigungsstrategien bieten.

Autor: Ema D.
Aktualisiert: 04/09/2024

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