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Insomnie. Wie äußert sie sich, Behandlung

Die Insomniestörung ist eine häufige Schlafstörung, die durch Schwierigkeiten beim Einschlafen, Durchschlafen oder durch zu frühes Erwachen mit anschließender Unfähigkeit, wieder einzuschlafen, gekennzeichnet ist.

Diese Schlafprobleme treten trotz ausreichender Möglichkeit zum Schlafen auf und können zu erheblichem Leiden oder einer Beeinträchtigung der täglichen Funktionsfähigkeit führen.

Insomnie. Wie äußert sie sich, Behandlung Isabella Fischer / Unsplash

Symptome der Insomniestörung

• Einschlafstörungen: Probleme beim Einschlafen, häufig dauert es 30 Minuten oder länger, bis der Schlaf eintritt
• Durchschlafstörungen: häufiges nächtliches Erwachen oder Schwierigkeiten, nach dem Aufwachen wieder einzuschlafen
• Frühes Erwachen: früheres Erwachen als gewünscht mit Unfähigkeit, erneut einzuschlafen
• Nicht erholsamer Schlaf: Gefühl von Müdigkeit oder fehlender Erholung trotz ausreichender Zeit im Bett
• Tagessymptome: Müdigkeit, Stimmungsschwankungen (z. B. Reizbarkeit oder depressive Verstimmung), kognitive Beeinträchtigungen (Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme) sowie verminderte Leistungsfähigkeit bei der Arbeit oder in der Schule

Arten von Insomnie

Akute Insomnie
Kurzfristige Insomnie, die von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen andauert und häufig durch Stress oder ein belastendes Lebensereignis ausgelöst wird.

Chronische Insomnie
Insomnie, die mindestens dreimal pro Woche auftritt und über drei Monate oder länger anhält. Sie kann mit chronischem Stress, medizinischen Erkrankungen oder psychischen Störungen zusammenhängen.

Ursachen der Insomnie

Psychologische Faktoren

• Stress: Akuter oder chronischer Stress im Zusammenhang mit Arbeit, Beziehungen, Gesundheit oder Finanzen kann den Schlaf beeinträchtigen
• Angst und Depression: Psychische Erkrankungen wie Angststörungen und Depressionen sind häufig mit Insomnie verbunden
• Trauma: Frühere traumatische Erfahrungen oder eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) können zu Schlafstörungen führen

Lebensstilfaktoren

• Schlechte Schlafhygiene: unregelmäßige Schlafzeiten, übermäßiger Konsum von Koffein oder Alkohol, schwere Mahlzeiten vor dem Zubettgehen oder die Nutzung elektronischer Geräte im Bett
• Schichtarbeit: unregelmäßige Arbeitszeiten oder wechselnde Schichten können den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers stören
• Bewegungsmangel: ein sitzender Lebensstil kann zu Schlafproblemen beitragen

Medizinische Erkrankungen

• Chronische Schmerzen: Erkrankungen wie Arthritis, Fibromyalgie oder Rückenschmerzen können einen erholsamen Schlaf erschweren
• Atemwegserkrankungen: Erkrankungen wie Asthma oder Schlafapnoe können den Schlaf unterbrechen
• Neurologische Erkrankungen: Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Alzheimer können das Schlafmuster beeinflussen
• Medikamente: Bestimmte Medikamente, darunter einige Antidepressiva, Stimulanzien sowie Medikamente gegen Bluthochdruck oder Asthma, können Insomnie als Nebenwirkung verursachen

Behandlung der Insomnie

Kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I).

Kognitive Techniken: Bearbeitung und Veränderung negativer Gedanken und Überzeugungen über den Schlaf.

Verhaltenstherapeutische Techniken: Dazu gehören Stimulus-Kontrolle (das Bett ausschließlich mit Schlaf zu assoziieren), Schlafrestriktion (Begrenzung der Zeit im Bett) und Entspannungstechniken.

Schlafhygiene-Edukation: Vermittlung gesunder Schlafgewohnheiten, wie das Einhalten eines regelmäßigen Schlafrhythmus und die Gestaltung einer angenehmen Schlafumgebung.

Medikamente:
Verschreibungspflichtige Schlafmittel – Medikamente wie Benzodiazepine oder Nicht-Benzodiazepin-Schlafmittel können kurzfristig verordnet werden.
Frei verkäufliche Schlafhilfen – manche Menschen verwenden Melatonin oder Antihistaminika, diese sollten jedoch mit Vorsicht und unter Anleitung eines Gesundheitsfachpersonals eingesetzt werden.

Lebensstiländerungen:
Regelmäßige körperliche Aktivität – regelmäßige Bewegung kann die Schlafqualität verbessern.
Gesunde Ernährung – vermeiden Sie große Mahlzeiten, Koffein und Alkohol kurz vor dem Schlafengehen.

Schlafumgebung: Schaffen Sie eine ruhige, dunkle und kühle Schlafumgebung.

Autor: Ema D.
Aktualisiert: 10/09/2024

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