Die Zigarettenabhängigkeit, häufig auch als Nikotinabhängigkeit oder Tabakkonsumstörung bezeichnet, ist eine Erkrankung, die durch ein zwanghaftes Bedürfnis gekennzeichnet ist, Tabakprodukte – vor allem Zigaretten – zu rauchen, trotz der bekannten gesundheitsschädlichen Folgen.
Nikotin, der abhängig machende Stoff in Zigaretten, führt sowohl zu einer körperlichen als auch zu einer psychischen Abhängigkeit, was es für Betroffene schwierig macht, mit dem Rauchen aufzuhören, selbst wenn sie es wünschen.
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Verlangen (Craving): ein starkes, oft überwältigendes Bedürfnis zu rauchen.
Kontrollverlust: Unfähigkeit, das Rauchen aufzugeben oder zu reduzieren, trotz wiederholter Versuche.
Toleranz: die Notwendigkeit, im Laufe der Zeit mehr zu rauchen, um die gleiche Wirkung zu erzielen.
Entzugssymptome: Reizbarkeit, Angst, Konzentrationsschwierigkeiten, gesteigerter Appetit oder depressive Stimmung, wenn nicht geraucht wird.
Fortgesetzter Konsum trotz schädlicher Folgen: Weiterrauchen, obwohl die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit bekannt sind.
Genetik: Eine familiäre Vorgeschichte von Abhängigkeit kann die Anfälligkeit erhöhen.
Psychologische Faktoren: Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Stress können das Rauchen als Bewältigungsstrategie begünstigen.
Soziale und Umweltfaktoren: Gruppendruck, Rauchen im sozialen Umfeld und Werbung können das Rauchverhalten beeinflussen.
Früher Beginn des Rauchens: Das Rauchen in jungen Jahren erhöht deutlich die Wahrscheinlichkeit, eine lebenslange Abhängigkeit zu entwickeln.
Nikotinersatztherapie (NET): Produkte wie Nikotinpflaster, -kaugummis, -lutschtabletten, Inhalatoren oder Nasensprays helfen, Entzugssymptome zu lindern, indem sie kontrollierte Mengen Nikotin zuführen.
Medikamente: Verschreibungspflichtige Medikamente wie Vareniclin (Chantix) und Bupropion (Zyban) können helfen, das Verlangen und die Entzugssymptome zu reduzieren.
Verhaltenstherapien: Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und Beratung können dabei helfen, Auslöser zu identifizieren und wirksame Strategien zum Rauchstopp zu entwickeln.
Unterstützungsangebote: Telefonische Beratungsstellen zur Rauchentwöhnung und mobile Apps – viele Länder bieten Hotlines und Apps an, die Beratung, Unterstützung und Tracking-Tools für den Rauchstopp bereitstellen.