Die Cannabisabhängigkeit, auch als Cannabiskonsumstörung (CUD) bekannt, ist eine Erkrankung, bei der eine Person eine Abhängigkeit von Cannabis entwickelt, was zu einer erheblichen Beeinträchtigung des täglichen Lebens führt.
Obwohl Cannabis häufig als weniger abhängig machend wahrgenommen wird als Substanzen wie Alkohol oder Nikotin, kann es bei einigen Konsumierenden dennoch zu körperlicher Abhängigkeit, psychischer Abhängigkeit und Entzugssymptomen führen.
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Craving: ein starkes Verlangen oder ein intensiver Drang, Cannabis zu konsumieren.
Kontrollverlust: Schwierigkeiten, den Cannabiskonsum zu kontrollieren oder zu reduzieren, trotz des Wunsches aufzuhören.
Toleranzentwicklung: die Notwendigkeit, im Laufe der Zeit mehr Cannabis zu konsumieren, um die gleichen Wirkungen zu erzielen.
Entzugssymptome: Symptome wie Reizbarkeit, Schlafstörungen, verminderter Appetit, Angst und starkes Verlangen nach Cannabis, wenn kein Konsum erfolgt.
Fortgesetzter Konsum trotz Probleme: anhaltender Cannabiskonsum, obwohl dieser körperliche, psychische oder soziale Probleme verursacht oder verschlimmert.
Vernachlässigung von Verpflichtungen: der Cannabiskonsum beeinträchtigt Arbeit, Schule oder soziale Verpflichtungen.
Genetische Faktoren: eine familiäre Vorgeschichte von Abhängigkeit kann das Risiko erhöhen, diese Störung zu entwickeln.
Alter beim Erstkonsum: ein früher Beginn des Cannabiskonsums ist mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Abhängigkeit verbunden.
Konsumhäufigkeit: regelmäßiger, insbesondere täglicher Cannabiskonsum erhöht das Abhängigkeitsrisiko.
Begleitende psychische Erkrankungen: Angststörungen, Depressionen und andere psychische Erkrankungen können das Risiko einer Cannabisabhängigkeit erhöhen.
Soziales Umfeld: Gruppendruck und ein soziales Umfeld, in dem Cannabiskonsum verbreitet ist, können zur Entwicklung einer CUD beitragen.
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): hilft Betroffenen, Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, die mit dem Cannabiskonsum verbunden sind.
Motivationsfördernde Therapie (MET): unterstützt die Steigerung der Motivation, den Cannabiskonsum zu beenden, indem Ambivalenzen exploriert und aufgelöst werden.
Kontingenzmanagement: nutzt positive Verstärkung (z. B. Belohnungen), um Abstinenz von Cannabis zu fördern.
Selbsthilfe- und Unterstützungsgruppen: bieten Unterstützung durch Gleichbetroffene und einen strukturierten Ansatz zum Ausstieg. Weitere gemeinschaftsbasierte oder Online‑Angebote können zusätzliche Ermutigung und Strategien vermitteln.
Medikamente: derzeit gibt es keine von der FDA speziell für Cannabisabhängigkeit zugelassenen Medikamente, jedoch laufen entsprechende Forschungsarbeiten. Einige Medikamente zur Behandlung von Entzugssymptomen oder begleitenden Störungen (wie Angst oder Depression) können hilfreich sein.
Achtsamkeits- und Entspannungstechniken: Praktiken wie Achtsamkeit, Meditation und Yoga können helfen, Cravings zu bewältigen und Stress zu reduzieren, was den Ausstieg erleichtert.
Stationäre oder ambulante Rehabilitationsprogramme: bei schweren Abhängigkeiten können strukturierte Behandlungsprogramme erforderlich sein, die ein intensiveres therapeutisches Umfeld bieten.