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Alkoholabhängigkeit. Behandlung

Die Alkoholgebrauchsstörung, allgemein als Alkoholabhängigkeit oder Alkoholismus bezeichnet, ist eine chronische Erkrankung, die durch die Unfähigkeit gekennzeichnet ist, den Alkoholkonsum zu kontrollieren oder zu beenden, trotz negativer Folgen für Gesundheit, Beziehungen und den Alltag.

Sie umfasst ein Spektrum von Verhaltensweisen von leicht bis schwer und kann zu körperlicher Abhängigkeit, psychischem Verlangen sowie Entzugssymptomen führen.

Alkoholabhängigkeit Sven van Bellen / Pexels

Zentrale Symptome der Alkoholgebrauchsstörung

Craving: ein starkes Verlangen oder ein intensiver Drang, Alkohol zu konsumieren.

Kontrollverlust: die Unfähigkeit, den Alkoholkonsum bei einer gegebenen Gelegenheit zu begrenzen.

Körperliche Abhängigkeit: Auftreten von Entzugssymptomen (wie Übelkeit, Schwitzen, Zittern oder Angst), wenn kein Alkohol konsumiert wird.

Toleranz: die Notwendigkeit, größere Mengen Alkohol zu trinken, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Vernachlässigung von Verpflichtungen: das Ignorieren persönlicher, sozialer oder beruflicher Verpflichtungen aufgrund des Alkoholkonsums.

Fortgesetzter Konsum trotz Problemen: anhaltender Alkoholkonsum, auch wenn dieser körperliche, psychische oder zwischenmenschliche Probleme verursacht oder verschlimmert.

Risikofaktoren

Genetik: Eine familiäre Vorgeschichte von Alkoholismus erhöht das Risiko.

Umweltfaktoren: Gruppendruck, Stress und ein leichter Zugang zu Alkohol können zur Alkoholabhängigkeit beitragen.

Psychologische Faktoren: Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen treten häufig gemeinsam mit Alkoholabhängigkeit auf.

Früher Beginn des Alkoholkonsums: Ein früher Einstieg in den Alkoholkonsum kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, später im Leben eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln.

Behandlungsoptionen

Entgiftung: der Prozess der sicheren Behandlung von Entzugssymptomen unter medizinischer Aufsicht.

Verhaltenstherapien: Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), motivationsfördernde Therapie (MET) und andere Beratungsansätze zur Unterstützung der Verhaltensänderung.

Medikamente: Arzneimittel wie Disulfiram, Naltrexon und Acamprosat können helfen, Craving zu reduzieren und Rückfälle zu verhindern.

Selbsthilfegruppen: Programme wie die Anonymen Alkoholiker (AA) bieten gegenseitige Unterstützung und Orientierung zur Aufrechterhaltung der Abstinenz.

Stationäre und ambulante Rehabilitation: strukturierte Programme, die eine intensive Behandlung bieten – entweder in einem stationären oder ambulanten Rahmen.

Autor: Ema D.
Aktualisiert: 28/09/2024

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