Die Binge-Eating-Störung ist eine schwerwiegende psychische Erkrankung, die durch wiederkehrende Episoden des Verzehrs großer Nahrungsmengen in kurzer Zeit bis hin zu starkem Unwohlsein gekennzeichnet ist.
• Häufige Episoden von Essanfällen: der Verzehr einer ungewöhnlich großen Menge an Nahrung in kurzer Zeit
• Kontrollverlust: Betroffene fühlen sich unfähig, mit dem Essen aufzuhören oder zu kontrollieren, was oder wie viel sie essen
• Schnelles Essen: oft deutlich schneller als gewöhnlich während der Essanfälle
• Essen ohne Hunger
• Heimliches Essen: Betroffene essen lieber allein aus Scham
• Negative Gefühle danach: Ekel, Schuldgefühle oder Niedergeschlagenheit nach übermäßigem Essen
• Keine kompensatorischen Verhaltensweisen: im Gegensatz zur Bulimia nervosa beinhaltet BED kein Erbrechen, exzessiven Sport oder Fasten
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Biologische Faktoren: genetische Veranlagung, hormonelle Ungleichgewichte und chemische Veränderungen im Gehirn können beitragen.
Psychische Probleme: Angststörungen, Depressionen, geringes Selbstwertgefühl
Diät und Restriktionen: Strenge Diäten oder unregelmäßige Essmuster können Essanfälle auslösen.
Emotionales Essen: Stress, Langeweile und emotionales Leid führen häufig zu übermäßigem Essen als Bewältigungsmechanismus.
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): konzentriert sich auf die Veränderung schädlicher Gedanken- und Verhaltensmuster im Zusammenhang mit Essen.
Interpersonelle Therapie (IPT): hilft dabei, zugrunde liegende Probleme wie Beziehungen und emotionale Konflikte zu bearbeiten.
Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT): vermittelt Fähigkeiten wie Emotionsregulation und Stresstoleranz.
Medikamente: Es können Antidepressiva, Antikonvulsiva und appetithemmende Medikamente verschrieben werden.
Ernährungsberatung: unterstützt beim Aufbau gesunder Essgewohnheiten und beim Umgang mit Auslösern.