Sie konzentrieren sich auf die inneren mentalen Prozesse, die daran beteiligt sind, wie Menschen wahrnehmen, denken, lernen und sich erinnern. Diese Theorien betonen die Bedeutung kognitiver Funktionen wie Schlussfolgern, Problemlösen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sowie deren Einfluss auf das Verhalten.
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Die wichtigsten kognitiven Theorien in der Psychologie:
Theorie der kognitiven Entwicklung (Jean Piaget): beschreibt, wie Kinder ihr Verständnis der Welt aktiv durch die Stadien der kognitiven Entwicklung aufbauen. Piaget war der Ansicht, dass Kinder anders denken als Erwachsene und dass sich ihre kognitive Entwicklung schrittweise durch eine Reihe von Entwicklungsstufen vollzieht.
Kognitiv-behaviorale Theorie (KVT): eine Verbindung kognitiver und behavioraler Ansätze. Die KVT fokussiert darauf, wie Gedanken (Kognitionen) Gefühle und Verhalten beeinflussen und wie die Veränderung negativer Denkmuster zu Veränderungen im Verhalten und im emotionalen Erleben führen kann.
Attributionstheorie (Fritz Heider): untersucht, wie Menschen die Ursachen von Verhalten – sowohl ihres eigenen als auch des Verhaltens anderer – erklären. Der Schwerpunkt liegt darauf, ob Handlungen inneren (personalen) oder äußeren (situationalen) Faktoren zugeschrieben werden.
Theorie der kognitiven Dissonanz (Leon Festinger): erklärt das Unbehagen (Dissonanz), das Menschen empfinden, wenn sie widersprüchliche Überzeugungen, Einstellungen oder Verhaltensweisen haben. Menschen sind motiviert, dieses Unbehagen zu reduzieren, indem sie ihre Einstellungen oder ihr Verhalten verändern, um wieder innere Konsistenz herzustellen.