Freuds psychoanalytische Theorie bildet die Grundlage des psychodynamischen Denkens. Sie geht davon aus, dass menschliches Verhalten von unbewussten Wünschen, Konflikten und Motiven gesteuert wird, die häufig mit Sexualität und Aggression verbunden sind.
Freud war der Ansicht, dass frühe Kindheitserfahrungen eine zentrale Rolle in der Persönlichkeitsentwicklung spielen.
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Das Unbewusste: der Teil des Geistes, der Gedanken, Erinnerungen und Wünsche außerhalb des bewussten Erlebens enthält, das Verhalten jedoch weiterhin beeinflusst.
Es: der triebhafte Teil der Psyche, der nach Lust strebt, unmittelbare Bedürfnisbefriedigung sucht und nach dem Lustprinzip funktioniert.
Ich: der rationale, realitätsorientierte Teil der Psyche, der zwischen den Forderungen des Es und den Anforderungen der Außenwelt vermittelt und nach dem Realitätsprinzip arbeitet.
Über-Ich: der moralische und ethische Teil der Psyche, der die internalisierten sozialen und elterlichen Normen von Gut und Böse repräsentiert.
Unbewusste Strategien, die das Ich einsetzt, um Angst und Konflikte zwischen Es, Ich und Über-Ich zu bewältigen.
Verdrängung: das Zurückdrängen bedrohlicher Gedanken oder Erinnerungen ins Unbewusste.
Verleugnung: die Weigerung, Realität oder Tatsachen anzuerkennen.
Projektion: das Zuschreiben eigener inakzeptabler Gefühle oder Gedanken auf andere.
Orale Phase (0–1 Jahr): Fokus auf orale Lustquellen wie Saugen und Beißen.
Anale Phase (1–3 Jahre): Schwerpunkt auf der Kontrolle von Darm- und Blasenfunktionen, mit Themen wie Ordnung und Sauberkeit.
Phallische Phase (3–6 Jahre): Konzentration auf die Genitalien; Entwicklung des Ödipus- bzw. Elektrakomplexes.
Latenzphase (6 Jahre bis Pubertät): sexuelle Impulse werden unterdrückt, während sich Kinder auf schulische und soziale Interaktionen konzentrieren.
Genitale Phase (ab der Pubertät): sexuelle Impulse erwachen erneut und richten sich auf reife, erwachsene Beziehungen.
Diese Theorien konzentrieren sich auf den Einfluss des Unbewussten, früher Kindheitserfahrungen und zwischenmenschlicher Beziehungen bei der Formung von Verhalten, Persönlichkeit und emotionalem Erleben. Sie beruhen auf der Annahme, dass unbewusste Prozesse, die häufig früh im Leben entstehen, das bewusste Denken und Handeln maßgeblich beeinflussen.