Piagets Theorie beschreibt, wie Kinder ihr Verständnis der Welt aktiv aufbauen, indem sie verschiedene Stadien der kognitiven Entwicklung durchlaufen. Er war der Ansicht, dass Kinder anders denken als Erwachsene und dass ihre kognitive Entwicklung schrittweise über eine Abfolge von Entwicklungsstufen verläuft.
ElisaRiva / Pixabay
Schemata: Kognitive Strukturen oder Rahmen zur Interpretation der Welt. Kinder entwickeln Schemata durch die Interaktion mit ihrer Umwelt.
Assimilation: Der Prozess, neue Informationen in bestehende Schemata einzuordnen (z. B. alle vierbeinigen Tiere als „Hund“ zu bezeichnen).
Akkommodation: Die Veränderung bestehender Schemata oder die Bildung neuer Schemata, um neue Informationen zu integrieren (z. B. die Unterscheidung zwischen Hunden und anderen Tieren wie Katzen).
Sensomotorische Phase (0–2 Jahre): Säuglinge lernen durch sensorische Erfahrungen und motorische Aktivitäten. Die Objektpermanenz (das Verständnis, dass Objekte auch dann existieren, wenn sie nicht sichtbar sind) ist ein zentrales Merkmal dieser Phase.
Präoperationale Phase (2–7 Jahre): Kinder beginnen, Sprache und Symbole zu verwenden, haben jedoch Schwierigkeiten mit logischem Denken und dem Verstehen der Perspektiven anderer.
Konkret-operationale Phase (7–11 Jahre): Kinder entwickeln logisches Denken in Bezug auf konkrete Objekte und verstehen Konzepte wie die Invarianz (z. B. dass eine Menge gleich bleibt, auch wenn sich ihre Erscheinungsform verändert).
Formal-operationale Phase (ab 12 Jahren): Jugendliche entwickeln die Fähigkeit zu abstraktem Denken, hypothetischem Schlussfolgern und deduktiver Logik.
Diese konzentrieren sich auf interne mentale Prozesse, die daran beteiligt sind, wie Menschen wahrnehmen, denken, lernen und sich erinnern. Kognitive Theorien betonen die Bedeutung kognitiver Funktionen wie Schlussfolgern, Problemlösen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sowie deren Einfluss auf das Verhalten.