Carl Jung erweiterte die Ideen Freuds, indem er neue Konzepte einführte, die das kollektive Unbewusste und die Archetypen in den Mittelpunkt stellten. Während Freud sich vor allem auf sexuelle und aggressive Instinkte konzentrierte, legte Jung einen stärkeren Fokus auf Spiritualität und die Suche nach Sinn.
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Kollektives Unbewusstes: Eine tiefere Schicht des Unbewussten, die gemeinsame Erinnerungen und Wissensinhalte enthält, welche aus der ancestralen menschlichen Erfahrung vererbt wurden.
Archetypen: Universelle, symbolische Bilder und Themen, die aus dem kollektiven Unbewussten hervorgehen und in Mythen, Träumen, Kunst und Religion erscheinen (z. B. der Held, der Schatten, die Mutter und Anima/Animus).
Persona: Die „Maske“ oder das öffentliche Selbst, das eine Person der Welt präsentiert.
Schatten: Die unbewussten, dunkleren Aspekte der Persönlichkeit, die häufig verdrängt oder verleugnet werden.
Anima/Animus: Die weibliche Seite des Mannes (Anima) und die männliche Seite der Frau (Animus), die im Unbewussten existieren.
Individuation: Der Prozess der Selbstverwirklichung und psychischen Integration, bei dem eine Person die bewussten und unbewussten Anteile ihrer Psyche miteinander versöhnt.
Diese Theorien konzentrieren sich auf den Einfluss des Unbewussten, früher Kindheitserfahrungen und zwischenmenschlicher Beziehungen auf die Formung von Verhalten, Persönlichkeit und emotionalem Leben. Sie beruhen auf der Annahme, dass unbewusste Prozesse, die häufig früh im Leben entstehen, das bewusste Denken und Verhalten maßgeblich beeinflussen.