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Personenzentrierte Theorie (Carl Rogers)

Carl Rogers, eine führende Persönlichkeit der humanistischen Psychologie, entwickelte die personenzentrierte Therapie (auch klientenzentrierte Therapie genannt). Seine Theorie betont die Bedeutung des Selbstkonzepts und der therapeutischen Beziehung für persönliches Wachstum. Rogers war der Ansicht, dass Menschen eine angeborene Tendenz zu Wachstum und Selbstverwirklichung besitzen, dass dieser Prozess jedoch durch negative Selbstkonzepte und äußeren Druck behindert werden kann.

Personenzentrierte Theorie (Carl Rogers) Pexels / Pixabay

Zentrale Konzepte

Selbstkonzept: die Art und Weise, wie sich Menschen selbst wahrnehmen, einschließlich ihrer Gedanken, Gefühle und Überzeugungen darüber, wer sie sind. Ein gesundes Selbstkonzept steht im Einklang mit dem wahren Selbst.

Wertbedingungen: äußere Bedingungen, die von anderen (z. B. Eltern, Lehrern oder der Gesellschaft) auferlegt werden und den Wert einer Person bestimmen. Wenn Menschen handeln, um diese Bedingungen zu erfüllen, können sie den Kontakt zu ihrem wahren Selbst verlieren.

Bedingungslose positive Wertschätzung: eine zentrale Komponente der Therapie nach Rogers, bei der der Therapeut dem Klienten bedingungslose Akzeptanz und Unterstützung ohne Bewertung entgegenbringt. Dieses Umfeld ermöglicht es dem Klienten, seine Gedanken und Gefühle ohne Angst vor Verurteilung zu erforschen.

Kongruenz: die Übereinstimmung zwischen dem Selbstkonzept einer Person und ihren tatsächlichen Erfahrungen. Wenn Kongruenz besteht, ist die Person authentisch und im Einklang mit sich selbst. Inkongruenz führt zu inneren Konflikten und psychischem Leiden.

Aktualisierungstendenz: der angeborene Antrieb aller Menschen, zu wachsen, sich zu entwickeln und ihr Potenzial zu verwirklichen. Rogers betrachtete dies als die wichtigste motivierende Kraft menschlichen Verhaltens.

Humanistische Theorien

Sie konzentrieren sich auf die dem Menschen innewohnende Güte, das Potenzial für persönliches Wachstum sowie die Bedeutung des freien Willens und individueller Erfahrung. Diese Theorien betonen die einzigartige, subjektive Erfahrung des Individuums und gehen davon aus, dass Menschen durch das Streben nach Selbstverwirklichung und Erfüllung motiviert sind.

Autor: Ema D.
Aktualisiert: 23/09/2024

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