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Was ist eine existenzielle Krise und wie kann man sie überwinden?

Eine existenzielle Krise ist die Unruhe, die Menschen in Bezug auf den Sinn, ihre Entscheidungen und die Freiheit ihres Lebens erleben.

Diese existenzielle Angst kann dazu führen, dass du das Gefühl hast, das Leben sei grundsätzlich sinnlos und die Existenz habe keinen Zweck. Eine existenzielle Krise kann zudem zu Verwirrung in Bezug auf dein Identitätsgefühl führen.

Existenzielle Angst tritt häufig in Übergangsphasen auf und spiegelt Anpassungsschwierigkeiten wider, die oft mit dem Verlust von Sicherheit und Stabilität verbunden sind.

Was ist eine existenzielle Krise und wie kann man sie überwinden? Freepik

So kann zum Beispiel ein Studierender, der weit weg von zu Hause zieht, oder ein Erwachsener, der eine schwierige Scheidung durchlebt, das Gefühl haben, dass das Fundament seines Lebens zusammenbricht. Dies kann dazu führen, den Sinn der eigenen Existenz infrage zu stellen.

Wenn du dich in einer Übergangsphase befindest, kann es sein, dass du eine existenzielle Krise erlebst. Sie kann eine Zeit des Zweifelns sein, stellt aber auch eine Chance für Wachstum dar. Anzeichen für eine existenzielle Krise sind unter anderem Angst, Depression, das Gefühl der Überforderung, Einsamkeit und fehlende Motivation. Solche Angst und Beklemmung können aus der Auseinandersetzung mit Fragen zu Furcht, Verantwortung, Sinn, Authentizität, Veränderung und Verlust entstehen. Um mit dieser existenziellen Angst umzugehen, versuche zu schreiben, zu meditieren, Unterstützung von Freunden und Familie zu suchen und mit einer Fachperson für psychische Gesundheit zu sprechen.

Erkennen einer existenziellen Krise

Während einer existenziellen Krise kann eine Person eine Vielzahl von Symptomen zeigen, darunter:

• Angst
• Depression
• Gefühl der Überforderung
• Rückzug von Freunden und nahestehenden Personen
• Mangel an Motivation und Energie
• Einsamkeit
• Obsessive Sorgen

Eine existenzielle Krise tritt häufig nach einschneidenden Lebensereignissen auf, wie zum Beispiel:

• Berufliche Veränderungen oder Arbeitsplatzwechsel
• Tod einer nahestehenden Person
• Diagnose einer schweren oder lebensbedrohlichen Krankheit
• Eintritt in eine bedeutsame Altersphase, wie 40, 50 oder 65 Jahre
• Erleben einer tragischen oder traumatischen Erfahrung
• Elternschaft
• Heirat oder Scheidung

Menschen mit den folgenden psychischen Erkrankungen können ebenfalls anfälliger für eine existenzielle Krise sein – obwohl diese Störungen keine existenzielle Krise verursachen:

• Angststörungen
• Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD)
• Depression
• Zwangsstörung (OCD)

Positive Wege im Umgang mit einer existenziellen Krise

Schreibe auf: Kannst du diese existenzielle Angst als Motivation nutzen und dich zu einem authentischeren Leben führen lassen? Was kann dich diese Angst über deine Beziehung zur Welt lehren? Nimm ein Notizbuch und schreibe deine Gedanken zu diesen Fragen auf. Die Antworten können dir helfen, mit einer existenziellen Krise umzugehen.

Suche Unterstützung: Das Gespräch mit nahestehenden Menschen über deine existenzielle Angst kann dir helfen, eine andere Perspektive auf das Leben zu gewinnen und dich an den positiven Einfluss zu erinnern, den du auf ihr Leben hattest.

Versuche Meditation: Meditation kann dir helfen, negative Gedanken zu ersetzen und Angst sowie zwanghafte Sorgen im Zusammenhang mit einer existenziellen Krise zu reduzieren.

Autor: Ema D.
Aktualisiert: 03/10/2024

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